| Partizipation als Herausforderung für Tourismusprojekte in der Entwicklungszusammenarbeit | |
Handlungsempfehlungen für eine partizipative Projektarbeit Matthias Beyer ISBN 3-9804846-9-6 Preis: EUR 16.- (incl. MwSt., zzgl. Versandkosten) 164 Seiten
Seit über einem Jahrzehnt ist Partizipation ein Schlüsselwort in der entwicklungspolitischen Debatte, das auch in der Praxis aus keinem Projektantrag oder Gutachten mehr wegzudenken ist. Nicht von ungefähr wird heute kaum noch von ´Entwicklungs-Hilfe´ gesprochen, sondern überwiegend der Begriff ´Entwicklungs-Zusammenarbeit´ (EZ) verwendet. Da die EZ bisher nur über geringe Erfahrungen in ihrem (noch) jungen Aufgabenfeld Tourismus verfügt, stellt der Umgang mit Partizipation gerade in Tourismusprojekten eine neue und damit besondere Herausforderung dar. Die Studie hat sich daher zum Ziel gesetzt, Mittel und Wege aufzuzeigen, wie Partizipation im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung künftig als integraler Bestandteil touristischer Entwicklungsvorhaben operationalisiert werden kann. Der erste Teil der Studie enthält eine ausführliche Analyse des entwicklungstheoretischen und praxisbezogenen Umgangs mit Partizipation in der internationalen EZ der vergangenen fünfzig Jahre. Diese Analyse wird im zweiten Teil durch weiterführende Untersuchungen ergänzt, die sich dem Leitfaden "Tourismus in der Technischen Zusammenarbeit" der GTZ widmen und dessen Umgang mit Partizipation näher analysieren. Im Ergebnis werden die Bereiche aufgezeigt, bei denen dringender Handlungs- bzw. Optimierungsbedarf im Hinblick auf Partizipation besteht. Hierzu zählen u.a. Defizite bei der formalen Verankerung des Partizipationsanliegens in der Projektplanung oder auch die oftmals undifferenzierte Verwendung des Partizipationsbegriffs. Darüber hinaus enthält die Studie konkrete praxisbezogene Handlungsempfehlungen, wie eine partizipative Projektgestaltung von Entwicklungsvorhaben erfolgreich umgesetzt werden kann. Hierbei wird nicht nur auf allgemeine sondern vor allem auf tourismusspezifische Erfordernisse bei der Partizipation eingegangen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Pragmatismus allein nicht ausreicht, um den Partizipationsanspruch in der Theorie glaubhaft vertreten und in der Praxis erfolgreich erfüllen zu können. Partizipation erfordert vielmehr scharfe Konturen, klare Positionen, eine transparente Umsetzung sowie interkulturelle Akzeptanz. Motivation und Verantwortungsgefühl sind dabei ebenso unerlässlich wie die Bereitschaft zum Risiko und der Wille zu einer bewussten Abgabe von Macht und Einfluss. In diesem Sinne stellt die Studie einen wertvollen Beitrag für die bisher nur am Rande diskutierte Frage um Partizipation in Tourismusprojekten dar und ist sowohl für Entwicklungstheoretiker und -praktiker als auch für Tourismusexperten und -planer eine gleichermaßen anregende wie zukunftsweisende Diskussions-, Arbeits- und Planungsgrundlage. INHALTSVERZEICHNIS (Auszug) Einführung
A Partizipation und Entwicklungszusammenarbeit
B Partizipation in Tourismusprojekten der Entwicklungszusammenarbeit
Literatur- und Quellenverzeichnis |