Presse-Information
 


Seefeld, 18. Februar 2016
Nr. 4/2016

Kulturvermittler und Brückenbauer

Zum Welttag des Fremdenführers am 21. Februar erinnert der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V. an Bedeutung und Verantwortung von Reiseleitern


Seefeld, 10.02.2016 Der Reiseleiter bleibt für Touristen weiterhin ein wesentlicher Schlüssel zum Verständnis anderer Kulturen und Lebenswelten. Dieser Aufgabe und der damit verbundenen Verantwortung können Reiseleiter gerecht werden, wenn sie – neben fundiertem landeskundlichem Wissen auch über interkulturelle Kompetenzen und methodische Fertigkeiten verfügen. Als Brückenbauer zwischen der Kultur der Urlauber und der des Gastlandes kann der Reiseleiter das vermitteln, was sich z. B. rund 80 Prozent der deutschen entwicklungs-ländererfahrenen Urlauberinnen und Urlauber wünschen: objektive, glaubwürdige und einfühlsame Informationen über Land und Leute und über die Realität des Gastlandes.

Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung bietet seit vielen Jahren interkulturelle Motivationsseminare für Reiseleiter an, die in Entwicklungs- und Schwellenländern deutsch- bzw. englischsprachige Touristen betreuen.

Fremd- und Eigenwahrnehmung als Leitgedanke
„Aus Verstehen soll Verständnis werden – aus Verständnis können Impulse für interkulturelles Verhalten in der Begegnung mit Menschen anderer Kulturen entstehen. Letztlich verstehen sich die durch unsere Trainingsseminare qualifizierten Reiseleiterinnen und Reiseleiter als Kulturvermittler und interkulturelle Brückenbauer. Sie motivieren ihre Urlauber, Fremdes aufgeschlossen wahrzunehmen und eigenes Urlaubsverhalten im interkulturellen Kontext zu reflektieren“, so Claudia Mitteneder, Geschäftsführerin des Studienkreises.

Die 5-tägigen interkulturellen Motivationsseminare bestehen aus einem Indoor-Teil mit Informationen zu Inhalten und Methoden der Kulturvermittlung sowie einem Outdoor-Teil, bei dem das erworbene Wissen unter Praxisbedingungen umgesetzt und eingeübt wird. Die Seminare werden in Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern, Touristikagenturen oder staatlichen Einrichtungen der Tourismuswirtschaft durchgeführt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage kontinuierlich gestiegen. Aktuell werden zusätzliche Trainings-Module entwickelt. Die Seminare finden in der Regel in den touristischen Zielgebieten statt. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Reiseleiter ein Zertifikat. Durchgeführt werden die Seminare in Gruppen von mindestens zwölf Teilnehmenden – die Leitung übernehmen Trainerinnen und Trainer des Studienkreises aus den Bereichen interkulturelle Kommunikation, Landeskunde und Entwicklungszusammenarbeit.
Der Studienkreis informiert auf der Website www.tourguide-qualification.org über Ziele, Ansätze und Methoden der interkulturellen Motivationsseminare.

Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung beschäftigt sich mit entwicklungsbezogener Informations- und Bildungsarbeit im Tourismus. In diesem Zusammenhang gibt er Publikationen heraus, führt internationale Wettbewerbe durch, veranstaltet Aus- und Fortbildungsseminare für im Tourismus Beschäftigte, ist in den Bereichen Tourismusforschung und -beratung tätig und beteiligt sich am Dialog über Fragen touristischer Entwicklung.

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Pressekontakt
Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e. V.
Claudia Mitteneder, Geschäftsführung
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