Presse-Information
 


Seefeld, 17. August 2011
Nr. 6/2011


Stolz auf die eigene Kultur, offen für die globale Welt -
Das neue SympathieMagazin "Marokko verstehen" zeigt ein Land und eine Gesellschaft im Aufbruch


Tipps für Themen:
S. 18: Viel Macht in einer Hand
S. 22: Damenwahl
S. 25: Bei Vollmond bin ich fit
S. 46: Unentdeckte Schätze
S. 57: Magie im Alltag
S. 72: Mit Flashmobs macht man keine Politik

Das neue SympathieMagazin "Marokko verstehen" ist ein echter Hingucker. Im neuen und zeitgemäßen Look präsentiert es sich stylischer, großzügiger und offener. Durch größere Bilder, ein moderneres und abwechslungsreiches Layout und auf 80 Seiten erweitert, verführt es mit knackigen, informativen Texten auch Lesemuffel zum Schmökern.
Die Inhalte des Marokko Magazins wurden im Licht der aktuellen Ereignisse in der arabischen Welt komplett neu gestaltet. Die Leser lernen ein Land kennen, das einerseits stolz auf seine Traditionen und auf seine kulturelle Vielfalt ist, das sich aber auch selbstbewusst und offen den Herausforderungen der Globalisierung stellt.
Wie immer stehen auch in diesem SympathieMagazin des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung die Menschen im Mittelpunkt. Die marokkanische Gesellschaft ist mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren ausgesprochen jung. Zwischen den islamistischen Heilsversprechen auf der einen Seite und den Verlockungen der globalen Konsumgesellschaft auf der anderen Seite suchen die jungen Leute nach ihrem eigenen Weg, was angesichts hoher Arbeitslosenquoten und niedriger Löhne nicht immer leicht ist. Doch ganz gleich, wo die Marokkaner ideologisch stehen oder welche Bildung sie haben: Was sie eint, ist die Sehnsucht nach mehr materieller Sicherheit und mehr politischer Mitsprache.
Das SympathieMagazin lässt Marokkanerinnen und Marokkaner zu Wort kommen, die nicht nur auf bessere Zeiten warten, sondern die ihr Leben tatkräftig in die Hand nehmen: Da ist zum Beispiel der 35-jährige Emigrant Nourdine, der nach seiner Rückkehr aus Frankreich in Nordostmarokko ein Bungalowdorf gebaut hat und der jetzt auf umweltbewusste Touristen aus Europa hofft. Oder die ledige Mutter Bouchra, die allen Tabus und Diskriminierungen zum Trotz in der Altstadt von Casablanca erfolgreich ein kleines Geschäft aufgebaut hat. Oder der Ultramarathonläufer Lahcen Ahansalaus Zagora im tiefen Süden Marokkos, der am liebsten bei Vollmond trainiert und dabei manchmal auch sein Dromedar mitnimmt.
Neben den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen wird Marokko natürlich auch als Reiseland präsentiert, allerdings jenseits der üblichen Pfade. Der marokkanische TV-Moderator und Dichter Yassin Adnan erzählt als Magazinbotschafter von seiner ganz persönlichen Beziehung zum Touristenort Chefchaouen. Außerdem richtet "Marokko verstehen" den Blick auf die marokkanische Alltagskultur, über die man sonst meist nur wenig erfährt. Trotz Globalisierung und Internet glaubt die junge marokkanische Generation immer noch mehrheitlich an die Kraft von Zauber und Magie. Und wenn gar nichts mehr hilft, bleibt den Marokkanern ihr Humor. Der Journalist Ali Lmrabet zeigt, dass manche Pointen sich sogar in andere Sprachen übersetzen lassen - wie der Witz vom gnädigen Hai, der die armen Flüchtlinge ans rettende Ufer bringt, statt sie zu verschlingen.
Trotz vieler positiver Anzeichen steht Marokko in den kommenden Jahren zweifellos vor großen Herausforderungen. Die Verfassungsreform vom Sommer 2011 bietet Ansatzpunkte für einen friedlichen Übergang zu mehr Demokratie. Die Frage ist, ob die weitverbreitete Politikverdrossenheit überwunden werden kann. Wird die junge Demokratiebewegung den Schritt von der Straße in die Institutionen schaffen? "Wer etwas verändern will, muss sich in Parteien organisieren, denn mit Flashmobs macht man keine Politik", lautet das Fazit des Schriftstellers und Wirtschaftswissenschaftlers Fouad Laroui.


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Verantwortlich für den Text: Armin Vielhaber


Das SympathieMagazin "Marokko verstehen" ist in der vierten Neuauflage erschienen. Es wurde redaktionell betreut von Martina Sabra und gefördert von:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ),
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH,
Evangelischer Entwicklungsdienst e.V. (EED) - Tourism Watch,
Missio - Internationales Katholisches Missionswerk.

Das Einzelexemplar kann online für Euro 4,00 per Lastschrift oder gegen Voreinsendung von Briefmarken bestellt werden beim:

Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V.,
Bahnhofstraße 8
D-82229 Seefeld, Tel. 08152/99 90 10


Ab 50 Exemplare gelten Stückpreise zwischen Euro 1,80 und 1,60 (zzgl. Versandkosten und MwSt.).

SympathieMagazine gibt es nicht im Buchhandel oder am Kiosk, sondern online unter: www.sympathiemagazin.de