Presse-Information
 


Ammerland, 06. März 2008
Nr. 04/2008



Neues SympathieMagazin:
"Costa Rica-Guatemala-Nicaragua verstehen"



"Heute ist der Tag Toj", mahnt der Priester die versammelte Dorfbevölkerung im guatemaltekischen Hochland. Und die Einwohner von Los Naranjos wissen natürlich, von was die Rede ist: Es ist im 20-tägigen Maya-Monat derjenige Tag, an dem Schulden beglichen werden; außerdem ist es der Tag der Reue und Einkehr. Noch vor 15 Jahren war es für die Maya in Guatemala lebensgefährlich, einen Kult-Tag wie diesen zu zelebrieren. Damals wütete ein (fast 36 Jahre währender) Bürgerkrieg und die unterdrückte indigene Urbevölkerung litt fürchterlich. Sie konnte den Rückstand bis heute nicht aufholen. "Es gibt viel Armut, viele unterernährte Kinder und auf dem Land kaum Einkommensmöglichkeiten", so die Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú im neuen SympathieMagazin "Costa Rica-Guatemala-Nicaragua verstehen". Im Vergleich dazu wirkt Costa Rica wie ein wundersames, von Wohlstand und Stabilität geprägtes Phänomen. Allerdings scheint die "Schweiz Mittelamerikas" durch Globalisierungseffekte gefährdet. Ein Mikroprozessoren herstellender Multi prägt inzwischen die Volkswirtschaft des Landes; Computer-Chips sind zum wichtigsten (vom Weltmarkt abhängigen) Exportartikel Costa Ricas geworden. Andererseits können die Einnahmen aus dem Öko-Tourismus zur wirtschaftlichen Balance beitragen. Nicaragua hingegen ist - als Folge der langjährigen Auseinandersetzungen zwischen Contras und Sandinistas - erst im Jahr 2006 wieder auf dem wirtschaftlichen Stand von 1978 angekommen. 46 Prozent der fünf Millionen zählenden Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Und doch können Besucher(innen) in Nicaragua eine ganz besondere Atmosphäre erleben: Sie treffen auf eine faszinierende Mischung aus politisierender Poesie, Charme, Stolz und den Traum von einer (auf ewig angelegten) "Revolución para siempre".
Nicht genug sind die zentralamerikanischen Staaten eine Anhäufung von landschaftlichen Superlativen: Fantastische Natur, extremer Artenreichtum, Vulkane, Gebirgsketten, Urwälder und Savannen bilden ein gemeinsames Merkmal. Aber in Wahrheit sind es "Länder, über die wir wenig wissen", schreibt Studienkreis-Geschäftsführerin Dietlind von Lassberg im Vorwort des neuen SympathieMagazins. Höchste Zeit dies zu ändern.

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Verantwortlich für den Text : Klaus Betz


Das SympathieMagazin "Costa Rica-Guatemala-Nicaragua verstehen" wurde redaktionell betreut von Susanne Asal und Sandra Weiss.

"Costa Rica-Guatemala-Nicaragua verstehen" wurde gefördert von:
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Adveniat - Bischöfliche-Aktion,
Evangelische Entwicklungsdienst e.V. (EED) - Tourism Watch und
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