Presse-Information
 


Ammerland, 25. Januar 2007
Nr. 02/2007
31 Zeilen à 60 Anschläge



Ein Zukunft verheißendes "M"
Das neue SympathieMagazin "Namibia verstehen"


Das neue SympathieMagazin "Namibia verstehen" orientiert sich nicht an wohlfeilen Begriffen wie "Africa light" und ist auch kein Reiseführer zu den schönsten Luxus-Lodges des Landes. Im Gegenteil, es wirft einen Blick hinter die touristischen Kulissen. Dies wird u.a. deutlich am Beispiel von "Katutura" und "Matutura".

Katutura ist ein 1959 errichteter Ort, in den unterschiedliche schwarze Ethnien zwangsweise umgesiedelt wurden und der sich darüber, was Wunder, zum Hort des nationalen Widerstandes entwickelt hat: gegen die damalige, der Apartheidsideologie frönende Kolonialmacht Südafrika. Katutura heißt in der Sprache der Herero: "Ort, wo wir nicht leben wollen." Dort lebende Jugendliche haben inzwischen damit begonnen, das ehemalige Ghetto umzutaufen. Sie haben das K von Katutura durch ein Zukunft verheißendes M ersetzt. Für sie heißt der Stadtteil nun Matutura: "Ja, hier wollen wir leben."

Den Anspruch, "unsere Existenz in die eigene Hand zu nehmen" erhebt auch Zephania Kameeta, der Bischof und ehemalige Parlamentarier. Er meint, in Namibia sei nun der entscheidende Zeitpunkt gekommen, "um unser Dasein zurückzufordern, unsere Zeit und unseren Raum".

Allerdings, und auch dies wird bei der Lektüre von "Namibia verstehen" deutlich, das Land steht vor einem enormen Problemberg. Bis heute sind die Fragen der Landreform und des Grundbesitzes nicht befriedigend geklärt und die Aids/HIV-Problematik scheint Namibia, wie viele afrikanische Gesellschaften, radikaler zu verändern, als es Kolonialismus und Apartheid je vermocht haben.

Dennoch: Eine umfassende Spiritualität und die Fähigkeit, sich selbst zu helfen macht die junge Nation stark. Geprägt vom neuen Selbstbewusst-sein – insbesondere bei den Frauen – macht sich unter den schwarzen Namibierinnen und Namibiern eine Aufbruchstimmung breit. Es ist jetzt ihr Land und sie sind stolz darauf.

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Verantwortlich für den Text: Klaus Betz


Das SympathieMagazin "Namibia verstehen" wurde redaktionell betreut von:
Hein Möllers.

Das Einzelexemplar kann für Euro 3,60 per Lastschrift (www.sympathiemagazin.de) oder gegen Voreinsendung eines Verrechnungsschecks beim Studienkreis für Tourismus und Entwicklung (D-82541 Ammerland, Kapellenweg 3) bezogen werden. Ab 50 Exemplare gelten Stückpreise zwischen Euro 1,55 und 1,45 (zzgl. Versandkosten und MwSt.).

Die Herausgabe von "Namibia verstehen" wurde unterstützt von:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), EED/Tourism Watch, MISSIO – Internationales Katholisches Missionswerk.