Presse-Information
 


Ammerland, 19. Dezember 2005
Nr. 11/2005
36 Zeilen à 60 Anschläge



Für Unterwegs und Daheim:
Das SympathieMagazin "Fremdes verstehen" ist in aktualisierter Neuauflage erschienen


Für die jugendlichen Autoren des neuen SympathieMagazins "Fremdes verstehen" steht außer Frage: Das Unterwegs sein in anderen Kulturen und Ländern ist für sie Faszination, Chance und Herausforderung zugleich. Hermann Niklas zum Beispiel berichtet von einer Reise in das westafrikanische Ghana und er beschreibt, was ihm anfänglich sehr seltsam erschienen ist: Die Tatsache nämlich, "dass ich ein Fremder war". Bald lernt er den Schlüssel zu finden, um diese Fremdheit aufzuheben. Es gelingt ihm "in der persönlichen Begegnung".
Sehr eindrücklich schildert auch Angela Merkle ihr junges Eheleben, das nach der Hochzeit erst einmal Trennung bedeutet. Eineinhalb Jahre lang. Bis es die zuständigen Behörden erlauben, dass ihr Mann aus Nigeria nach Deutschland kommen darf, damit sich das Paar endlich gemeinsam auf die Suche machen kann - "nach dem Mittelweg zwischen unseren Kulturen".
Dies sind nur zwei Beispiele für eine ganze Bandbreite von Themen, die das "Fremde" zwischen hier und draußen, zwischen Inland und Ausland behandeln. Denn ob nun Sinasi Dikmen als Türke in Deutschland eine Wohnung sucht (ein Beitrag aus seinem Buch "Wir werden das Knoblauchkind schon schaukeln") oder Rainer Hörig erzählt, wie man "Indien missverstehen" kann, immer folgt das neue SympathieMagazin "Fremdes verstehen" (s)einem Arbeitsmotto: "Das Fremde ist kein Feind an sich, ebensowenig wie es von vornherein ein Freund ist. Es ist ein Angebot, das man prüfen muss."
Ergänzt wird das 68-seitige Magazin um Grundsatzbeiträge über das Entstehen von Rassismus, der Notwendigkeit zur Zivilcourage gegen Fremdenfeindlichkeit sowie einem faktenreichen Informationsteil. Wer kennt schon auf Anhieb den Status-Unterschied zwischen einem "Konventionsflüchtling" und einem Asyl suchenden, aber nahezu chancenlosen "Kriegsflüchtling"? Und wer weiß hier zu Lande, dass türkische Unternehmen in Deutschland über 160.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen (eben: auch Deutsche) und dabei einen Umsatz von 18 Milliarden Euro erwirtschaften. Vielleicht gelingt es eines Tages, solche Hinweise als überflüssig zu betrachten, weil sie selbstverständlich geworden sind. Weil sich eine Denkweise etabliert hat, die auf Offenheit setzt.

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Verantwortlich für den Text : Klaus Betz

"Fremdes verstehen" wurde redaktionell von Brigitte Pilz und Hermann-J. Wald betreut.

Das Einzelexemplar kann für Euro 3,60 per Lastschrift (www.sympathiemagazin.de) oder gegen Voreinsendung eines Verrechnungsschecks beim Studienkreis für Tourismus und Entwicklung (D-82541 Ammerland, Kapellenweg 3) bezogen werden. Ab 50 Exemplare gelten Stückpreise zwischen Euro 1,55 und 1,45 (zzgl. Versandkosten und MwSt.).

Die bereits 1994 erschienene Erstausgabe von "Fremdes verstehen" wurde gefördert von:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Brot für die Welt
Deutsches Jugendherbergswerk (DJH)
Deutscher Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV)
Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH
Missio
Tourism Watch

... und ebenfalls ganz druckfrisch ist erschienen: Eine aktualisierte Fassung des SympathieMagazins "Bolivien, Ecuador, Peru verstehen".