Presse-Information
 


Ammerland, 3. Mai 2004
Nr. 05/2004
58 Zeilen à 60 Anschläge



Willkommen in der EU:
"Estland-Lettland-Litauen verstehen"
SympathieMagazin über die baltischen Staaten erschienen


Das Heft schwärmt nicht einfach vom Baltikum, es erklärt und informiert: Über den Wandel in den drei baltischen Staaten, den Mut der Menschen und ihre Neugier auf die Zukunft. Denn 13 Jahre nach der Wiedererlangung ihrer Unabhängigkeit sind Estland, Lettland und Litauen fest entschlossen, einen eigenständigen und auch selbstbewussten Beitrag in der Europäischen Union zu leisten. So jedenfalls sehen es die überwiegend einheimischen Autorinnen und Autoren des neuen SympathieMagazins.
Sie vermitteln baltische Binnenansichten, verknüpft mit europäischen Perspektiven. Bei den Jüngeren, so der Tenor der Beiträge, sind die Meinungen von Zuversicht und Aufbruch geprägt, bei den älteren Menschen überwiegt eher das Unbehagen. Denn das hohe Tempo der Transformation - von der Planwirtschaft in die Marktwirtschaft - schafft Gewinner und Verlierer. "Wer den Systemwechsel der neunziger Jahre intensiv miterlebt hat", schreibt die gerade mal 26-jährige Vida Januskaite aus Litauen, "ist noch in einer völlig anderen Gesellschaft aufgewachsen als die heute 20-jährigen." So wie ihre Schwester Vita, die nur wenig "von den Pflichten eines sowjetischen Pioniers erfahren" habe und statt Russisch auch Englisch und Deutsch lernen konnte. Und nicht nur das.

Wer heute zum Beispiel im estländischen Tallinn unterwegs ist, erlebt die digitale Zukunft. "Bustickets und Parkgebühren werden per SMS bezahlt, Antragsformulare an Behörden per Internet ausgefüllt und meine Mutter", so schreibt Jane Oispuu, "macht die Steuererklärung längst online." Trotzdem werden die kulturellen Wurzeln nicht aufgegeben. In Lettland etwa lebt die Tradition der "Dainas" unverändert fort. Die größtenteils vierzeiligen Volkslieder - davon gibt es rund zwei Millionen(!) - gelten als Grundstein lettischer Identität. Die großen Sängerfeste, die in Lettland, aber auch in Litauen und Estland jeweils Tausende von Teilnehmern zusammenbringen, haben längst einen bedeutenden Rang im internationalen Kulturkalender.

Die Autorinnen und Autoren des neuen SympathieMagazins berichten aber auch von anderen Entwicklungen. Ein Beitrag widmet sich beispielsweise dem "Ärger im Paradies" und erzählt vom Widerstand gegen unkontrollierte Verbauungen in der Dünenlandschaft der Kurischen Nehrung. Das Problemthema "russische Esten oder estnische Russen" bleibt ebenso wenig ausgespart wie der ausufernde Jugendkult, der dafür sorgt, dass Stellenausschreibungen in den Zeitungen mit dem Satz beginnen: Wenn sie nicht älter als 30 sind ...".
So gesehen beschreiben die Autoren beide Seiten einer Medaille. Sie erzählen "von drei interessanten 'jungen Staaten mit alter Geschichte'", so der Studienkreisvorsitzende Armin Vielhaber im Vorwort des neuen SympathieMagazins, "mit denen uns eine Menge verbindet, und die kennen zu lernen spannend ist und sich lohnt."

Die Herausgabe des SympathieMagazins "Estland-Lettland-Litauen verstehen" wurde unterstützt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), vom Katholischen Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) e.V./ Tourism Watch.

"Estland-Lettland-Litauen verstehen" wurde redaktionell betreut von Albert Caspari (Bremen).

Das Einzelexemplar kann für Euro 3,60 per Lastschrift (www.sympathiemagazin.de) oder gegen Voreinsendung eines Verrechnungsschecks beim Studienkreis für Tourismus und Entwicklung (D-82541 Ammerland, Kapellenweg 3) bezogen werden. Ab 50 Exemplare gelten Stückpreise zwischen Euro 1,55 und 1,45 (zzgl. Versand / Verpackungskosten und MwSt.).

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Verantwortlich für den Text: Klaus Betz