Presse-Information
 


Ammerland, 12. März 2004
Nr. 03/2003
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SympathieMagazin "Türkei verstehen"

Kaum eine Nation in Westeuropa erlebt derzeit so viele prinzipielle Veränderungen wie die Türkei sie vollzieht. Angetrieben vom Drang nach Aufnahme in die Europäische Union findet dort ein Reformprozess statt, den man dem Land am Bosporus schlicht nicht zugetraut hat. "Glasnost auf Türkisch" nennt das die Frankfurter Rundschau. Und die Autorinnen und Autoren des in der vierten aktualisierten Auflage erschienenen SympathieMagazins "Türkei verstehen" erklären u.a. auch wie und warum.
Viele Türken meinen, dass der Weg nach Europa richtig ist und der Reformprozess in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gelingen wird. Nicht die Einführung einer "islamischen Republik" steht auf der Tagesordnung, es ist das Gegenteil: das "Abenteuer der Verwestlichung". Auch deshalb, weil 50 Prozent der über 66 Millionen Menschen zählenden Bevölkerung jünger sind als 35 Jahre, und - so die neuesten Untersuchungen der Europäischen Kommission - weil die türkische Jugend mit ihren Wünschen und Vorstellungen völlig übereinstimmt mit Gleichaltrigen in anderen Kandidatenländern. Sie hofft auf eine bessere Zukunft, auf die Schaffung von Arbeitsplätzen im eigenen Land. Sie sieht im Erwerb der europäischen Staatsbürgerschaft vor allem eine Möglichkeit, sich innerhalb der EU frei zu bewegen, in EU-Ländern arbeiten und studieren zu können. Darüber hinaus heben die jungen Türken besonders hervor, dass sie von der EU-Mitgliedschaft auch "eine stärkere Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern erwarten". Niemand bestreitet, dass es dauern wird, bis die in der Türkei ablaufende "Revolution von oben" auf der unteren Ebene angekommen ist (z. B. bei den Sicherheitsorganen), aber die eingeschlagene Richtung stimmt. Zeit also, sich ein differenzierteres Bild von unserem südosteuropäischen Nachbarland zu machen. "Gesetze zu ändern ist erheblich leichter als die Menschen zum Nachdenken zu bringen", schreibt Ioanna Kucuradi, die Präsidentin der Türkischen Gesellschaft für Philosophie, in ihrem Beitrag mit dem Titel: "Es bleibt noch viel zu tun." Dies gilt im Übrigen aber auch für die bundesdeutsche Gesellschaft mit ihrem teilweise zögernden Verhältnis zu den bereits in der dritten Generation hier lebenden, vielfach eingebürgerten türkischstämmigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

"Wer die Türkei mit offenem Auge und wachem Sinn bereist", schreibt der Studienkreis-Vorsitzende Armin Vielhaber im Vorwort, "wird seine 'Aha-Erlebnisse' haben." Dazu will das neue SympathieMagazin "Türkei verstehen" beitragen. Es beschreibt in interessant-informierenden, symphatischen, kritischen und zum Teil auch wehmütigen Artikeln, wie sich dieses Land (an)fühlt und verändert.
"Türkei verstehen" verdeutlicht außerdem, wie sehr es sich insbesondere auch für junge Menschen hier bei uns lohnen könnte, in die Dynamik eines Landes einzutauchen, das eine unvergleichliche Position einnimmt: Es ist die Brücke zwischen Orient und Okzident.

"Türkei verstehen" wurde redaktionell betreut von Hermann-J. Wald (Rheinbreitbach).

Das Einzelexemplar kann für Euro 3,60 per Lastschrift (www.sympathiemagazin.de) oder gegen Voreinsendung eines Verrechnungsschecks beim Studienkreis für Tourismus und Entwicklung (D-82541 Ammerland, Kapellenweg 3) bezogen werden. Ab 50 Exemplare gelten Stückpreise zwischen Euro 1,55 und 1,45 (zzgl. Versandkosten und MwSt.).

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Verantwortlich für den Text: Klaus Betz