Hausmitteilung
 


Ammerland, 19. Dezember 2005

Eigene TO DO! - Website freigeschaltet

Nun ist auch eine virtuelle Reise zu allen bislang ausgezeichneten TO DO!-Projekten möglich. Auf der in Deutsch und Englisch gestalteten Website (http://www.to-do-contest.org) sind sämtliche zwischen 1995 und 2004 prämierten Preisträger des internationalen TO DO!-Wettbewerbs für sozialverantwortlichen Tourismus präsent - inklusive der jeweiligen Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Außerdem gibt es Links zu den Websites der Projekte. Für jene, die sich tiefer gehend informieren möchten, hat der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung auf der neuen TO DO!-Website auch alle Preisbegründungen und Laudationes sowie Fotos von den Preisverleihungen auf der ITB dokumentiert. Potenzielle Bewerber können sich sowohl die Kriterien wie auch die Bewerbungsunterlagen herunterladen.

Neues Mitglied im Förderkreis des TO DO!

Studienkreis-Mitglied VASCO TURISM A.S., Antalya, hat einen eigenen Reiseveranstalter für den österreichischen Reisemarkt gegründet. Das unter dem Namen VASCO TOURISTIK GMBH am 13. Dezember in Wien vorgestellte Unternehmen ist dem Förderkreis des TO DO!-Wettbewerbs beigetreten. VASCO TURISM-Geschäftsführer Dr. Yusuf Örnek: "Als Unternehmen der Reiseindustrie wollen wir diesen wichtigen internationalen Wettbewerb zur Qualifizierung touristischer Entwicklung und Vielfalt auf der Angebotsseite finanziell mitfördern."

Reisen nach dem Discount-Prinzip?

Thema des 12. Ammerlander Gesprächs war die "Aldisierung beim Reisen". Auf Einladung des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung in Kooperation mit seinem Mitglied, der Europäischen Reiseversicherung AG, trafen sich, wie jedes Jahr am ersten Donnerstag im Oktober, Entscheidungsträger und Meinungsmacher im Tourismus. Die Billig-Flieger, Billig-Veranstalter und der Billig-Vertrieb (via Internet oder Lidl und Aldi) sind zwar noch nicht dominierend, aber sie erregen große Aufmerksamkeit in den Medien, durch ihren Preis und durch eine Philosophie, die zwischen "no frills" und "less for much less" angesiedelt ist. Für die Urlauber scheint diese Form des Wettbewerbs von Vorteil zu sein. Aber wer zahlt den wahren Preis? Wer kann sich mit Qualität durchsetzen, die ihren Preis wert ist, aber eben nicht billig? Welche Auswirkungen wird es haben, wenn sich beim Reisen verfestigt, was in den Bedarfsgütermärkten üblich ist: die Reduzierung der Vielfalt. Fragt jemand nach den Konsequenzen für die Reiseländer, für die Menschen, die dort leben? Einen Einblick in die Ergebnisse der Gesprächsrunde vermittelt unter anderem der Beitrag von Herbert Fritz in der Frankfurter Rundschau vom 15. Oktober 2005:
(http://www.studienkreis.org/deutsch/dialog/main_dialog.html)

100. MotivationsSeminar für Reiseleiterinnen und Reiseleiter in Entwicklungsländern

Im Dezember fand in Kemer/Türkei das 100. interkulturelle und entwicklungsbezogene Trainingsseminar für Reiseleiterinnen und Reiseleiter in Entwicklungsländern statt. Aus diesem Anlass plant der Studienkreis 2006 ein "Get together", an dem zertifizierte Reise-leiterinnen und Reiseleiter aus Ägypten, Jemen, Jordanien, Palästina, Südafrika, Syrien, Türkei und Tunesien teilnehmen sollen.

Interkulturelle Kompetenz im Tourismus

Über die im Sommer 2005 in der Evangelischen Akademie Tutzing veranstaltete Tagung "Interkulturelle Kompetenz im Tourismus - Reisen in islamisch geprägte Länder - Chancen in schwierigen Zeiten" bereitet der Studienkreis z.Zt. einen Tagungsbericht vor. Über den Verlauf der Tagung berichtete u.a. Stephanie Rupp in der Nürnberger Zeitung.

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Verantwortlich für den Text: Klaus Betz